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07.01.2020 testwatch.de

07.01.2020 - testwatch.de informiert:

 

ÖKO-TEST korrigiert falsches Lichtblick Testergebnis nicht

 Im Spezial Energie sowie im ÖKO-TEST-Magazin hatte Lichtblick im Test Öko-Strom das Gesamturteil "sehr gut". Nach den ÖKO-TEST Kriterien müsste das Gesamturteil allerdings "befriedigend" sein. Denn anders als im Test angegeben, führen/produzieren Firmen aus dem Firmenverbund von Lichtblick konventionellen Strom. Der Öko-Strom-Pionier Lichtblick gehört dem niederländischen Energieversorgungsunternehmen Eneco, das im Besitz von 61 niederländischen Gemeinden ist. Etwa ein Drittel des Eneco-Stroms stammt allerdings aus konventionellen Quellen. Zudem ist Eneco unter anderem an der Next Kraftwerke GmbH beteiligt, die auch mit Atom- und Kohlestrom handelt.

Inzwischen wirbt Lichtblick nicht mehr mit dem falschen ÖKO-TEST Ergebnis und Label. Aber ÖKO-TEST weigert sich, eine Richtigstellung des Testergebnisses zu veröffentlichen. Zur Begründung schreibt ÖKO-TEST Vorstand und Chefredakteur Hans Oppermann: Es „konnte keine Korrektur der Gesamtbewertung von Lichtblick von sehr gut auf befriedigend erfolgen, da wir uns jetzt und heute nicht imstande sehen, die Bedingungen, denen der Test unterlag, als Basis für eine aktuelle Bewertung zu setzen. Eine Korrektur unter diesen Bedingungen würde vielmehr auf einen bereits erfolgten Fehler einen weiteren Fehler aufsetzen“.

Testwatch hat Oppermann darauf hingewiesen, dass er selbst bestätigt hatte, dass ÖKO-TEST den Lichtblick-Tarif falsch bewertet hat. Und das solle er Lesern und User von ÖKO-TEST mitteilen. Denn nur so könne er die fortgesetzte Täuschung von Verbrauchern beenden. Doch wir nehmen an, schrieben wir Oppermann am 20.12.2019 weiter, „dass es eine Absprache mit Lichtblick gibt, das Problem so geräuschlos wie möglich aus der Welt zu schaffen. Denn eine Korrektur im ÖKO-TEST-Magazin und auf oekotest.de würde wahrscheinlich für so manchen Lichtblick-Kunden Anlass sein, zu einem Anbieter zu wechseln, der nicht im Konzernverbund mit Firmen ist, die an Kohle- und Atomstrom verdienen“.

Quelle: testwatch

 

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